Start: 30.03.2007 BildungsthemaQualitätsmanagement

It’s a feature, not a bug!

35 Millionen Euro Schaden aufgrund eines Softwarefehlers! So geschehen im Jahre 1996 bei der Deutschen Telekom, als infolge eines Softwarefehlers bei der Einführung neuer Tarife 11 Millionen Kunden überhöhte Gebühren in Rechnung gestellt wurden. Nicht immer sind die Auswirkung eines Softwarefehlers so dramatisch, und nicht immer sind damit direkt volkswirtschaftliche Schäden in Verbindung zu bringen. Dennoch verlieren zahlreiche Unternehmen durch Softwarefehler weltweit Zeit und Geld.

Themenexperten

CTO CSD Management Consulting GmbH, Wien Seit 17 Jahren Erfahrung in objektorientierten Projekten, seit 12 Jahren Projekt- und Teamleitung. Langjährige Vortragstätigkeit und Schulungen zu den Themen "Iterative Prozesse", "Unified Process", "UML"....

[ai'ti:]-works GmbH, Graz Verantwortlich für die Entwicklung von Softwareprodukten für den Bereich Pharma und Lifescience

30. März 2007 Kapitel 1: Moderne Ansätze & Chatlog Download

Noch größer ist der Verlust von Produktivität und Wertschöpfung durch mangelhafte Softwareprodukte. Laut Studien (z.B. The Standish Group ) scheitern derzeit zwischen 20 und 25% aller SW-Projekte und 50% sind mehr oder weniger akut gefährdet. Dies bedeutet, dass nur rund ein Viertel der SW-Projekte erfolgreich umgesetzt wird. Grund für diese alarmierenden Zahlen sind die Vernachlässigung oder Nichtbeachtung der wichtigsten Erfolgsfaktoren für optimale Softwareprojekte, wie unter anderem die Mitarbeit der zukünftigen Benutzer oder klare Zielvorgaben.

Aufgrund der Forderung der Wirtschaft nach besseren Softwareprodukten und damit nach besseren Vorgehensweisen in der Entwicklung von Software entstanden verschiedenste Modelle und Muster für Softwareentwicklungsprozesse. Viele Normen (z.B. ISO/IEC 12207 – Prozesse im Software-Lebenszyklus, SPICE (Software Process Improvement and Capability Determination) oder ISO/IEC 15504 ) und Prozessmodelle (z.B. CMM – Capability Maturity Model® = Reifegradmodell, CMMI – Capability Maturity Model Integration® als modulares Nachfolgemodell von CMM) wurden zu Papier gebracht und theoretisch weiterentwickelt. Diese Modelle werden in diesem Thema nicht weiter behandelt.

Die traditionellen Vorgehensmodelle in der Software Entwicklung kennen die sequentiellen Phasen der Modellierung (Analyse und Konzept) und der Entwicklung (Programmierung und Test). Moderne Modelle in der Softwareentwicklung gehen jedoch in Richtung der Agilen Softwareentwicklung, wo sich der Entwicklungszyklus der Software in eigenständige, leicht überschaubare Iterationen unterteilt. Weniger Formalismen und damit verbunden weniger an Dokumentation sowie eine verstärkte Kommunikation, sowohl nach innen (Entwickler unter sich) als auch mit dem Kunden, führen zu besserer Softwarequalität und einer steigenden Anzahl erfolgreicher Softwareprojekte.

Download: Live-Event Nachlese

Das gesamte Chat-Log zum Thema „Qualitätsmanagement in der Softwareentwicklung“ mit dem Experten Herrn Markus Aistleitner zum Download.